Abenteuer-Foto-Vulkan-Exkursion der Superlative mit Expeditionscharakter

ReisebeschreibungHighlightsDetailprogrammWichtige HinweiseLeistungen
Die Region Afar und die Danakil-Senke im nördlichen Äthiopien sind nicht nur im afrikanischen Maßstab eine einmalige Region, sondern weltweit findet sich keine ähnlicher Naturraum. Tief unten zwischen den äthiopischen Hochländern spaltet sich der östliche Teil Afrikas von westlichen Hauptteil ab und in der Danakil-Senke findet sich sogar eine Dreier-Gabelung. Hier trennen sich drei große kontinentale Erdplatten Voneinander: die Arabische Halbinsel, Ostafrika und das restliche Afrika.  Seit wenigen Jahrmillionen dauert nun diese Abspaltung an und hinterlässt weltweit einmalige Naturphänomene – daueraktive Vulkane, gewaltige Salzseen, Ozeanboden unter Meeresniveau, aber ohne Wasserbedeckung, grandiose heiße Salzwasserquellen, die weltweit einmalige sind. In dieser unwirtlichen Welt – tief unten im Ostafrikanischen Graben – hat sich das Nomadenvolk der Afar schon vor Urzeiten angesiedelt.

Charakter der Tour

Das ist eine speziell für Fotografen konzipierte Exkursion in eine der entlegensten Regionen der Welt. Die Exkursion hat hohen abenteuerlichen Erlebnischarakter. Wir arbeiten mit örtlichen Partnern, die in der Durchführung solcher expeditionsartigen Reisen in dieser Region viele Jahre Erfahrung hinsichtlich Vorbereitung, Durchführung und Sicherheit der Gäste haben. Siehe auch „Leistungen“. Die Exkursion ist ebenfalls speziell für die Zeitbedürfnisse von Video- und Fotografen konzipiert, so dass an manchen Orten über das übliche Maß hinaus Zeit und Ruhe für Foto- und Videografie mit professionellen Ansprüchen eingeplant ist.

•    Natursensation Lavasee des Vulkans Erta Ale – „Berg, der brennt“
•    weltweit einmalige Farbenpracht des Geothermalgebiet von Dallol
•    Salzkarawane und Steinhauer der Afar am Lake Assale
•    Einblicke in das Leben der Afar-Bevölkerung
•    die tiefsten Punkte Afrikas
•    fantastische Salzseen
•    ausreichend Zeit für für Fotografen mit professionellen Ansprüchen
Tag 1: Flug nach Äthiopien
Linienflug – meist Nachtflug – von Frankfurt direkt nach Addis Abeba, wo wir frühmorgens ankommen und weiter in die 500 Kilometer weiter nördlich gelegenen Hauptstadt der Provinz Tigray – Mek´ele – fliegen. Zeit zur freien Verfügung und Ausruhen von langem Flug, oder kurzer Rundgang über den Hauptmarkt der Stadt. Hotelübernachtung in Mek´ele.
(A=Abendessen)

Tag 2: Fahrt von Mek´ele zum Salzsee Lake Afrera
Morgens brechen wir mit unseren Jeeps auf. Unser Weg führt uns zunächst von Mek´ele aus (ca. 2200 ü.NN) aus über das äthiopische Hochland, bevor es dann Stufe für Stufe steil hinunter geht in den ostafrikanischen Graben. Am Nachmittag erreichen wir die kleine Salinen-Ortschaft Afrera am gleichnamigen Salzsee Lake Afrera, der  auf einer „Höhe“ von -110 u.NN liegt. Lake Afrera ist einer von mehreren hypersalinen Salzseen in der weitgehend unter dem Meeresspiegel liegenden Danakil-Depression. Je nach Ankunftszeit haben wir die Möglichkeit gemeinsam oder auf eigene Faust die Salinen zu entdecken. Wir campieren direkt an einer warmen Quelle am westlichen Seeufer.

Tag 3: Fahrt vom Lake Afrera zum aktiven Vulkan Erta Ale
Nach einem ausgiebigen Frühstück können wir nochmals im Morgenlicht die Salinen besichtigen und einen Sparziergang durch die Ortschaft Afrera machen, bis unsere Fahrer und der Koch Gepäck und Küche für die Pistenfahrt verpackt haben. Wir zweigen bald von der Hauptstraße gegen Norden auf eine staubige Lehmpiste ab und fahren entlang der Westflanke  des Vulkankomplexes von Ale Bagu (1031 m). Die staubige Piste führt uns zunächst in eine kleine Afar-Siedlung am Fuße des Erta Ale, wo wir beim Stammes-Chef die Erlaubnis für die Weiterfahrt und zum Aufstieg erfragen und bezahlen müssen. Hier bestellen wir auch die für den Materialtransport benötigten Kamele. Das Mittagessen genießen wir hier im Schatten einer Hütte und fahren dann die letzten Kilometer über schroffe Lavafelder bis zu einem kleinen Militärposten am Ende der Piste (ca. 150 ü.NN). Von hier aus starten wir am späteren Nachmittag die rund 4-stündige Wanderung mit leichtem Gepäck (Getränke und Foto) und die Sonne im Rücken zum Krater des Erta Ale. Der Weg führt uns zunächst nahezu eben und steigt dann ganz allmählich sanft an – wird aber nicht steil.
Kamele tragen unser großes Gepäck und die restliche Ausrüstung für die nächsten zwei Tage, bis wir wieder zu unseren Autos zurückkommen werden. Rund 10 Kilometer zieht sich der flache Pfad dahin bis wir den Kraterrand in  rund 630 Meter Höhe erreicht haben (Gehzeit Ca. 3-4 Stunden). Wir richten am Kraterrand uns Lager für die nächsten zwei Nächte ein und werden nach Lust und Laune noch die ersten Erkundungstouren unternehmen. Jedenfalls haben wir den Abend und die Nacht für die fantastischen Vulkanbeobachtungen in der Dunkelheit der Nacht.

Tag 4: Ausgiebige Vulkanerkundung
Heute steht uns der ganze Tag für ausgiebige fotografischen wie vulkanologischen Vulkanerkundungen zur Verfügung. Wir können die frischen Lavaströme und den älteren Pit-Krater mit einem großen Hornito erkunden, die unzähligee hervorragende Foto- und Video-Motive bereithalten. Abends können wir nochmals die „blauen Stunde“ und die Dunkelheit nutzen, um weitere Eruptionsfotos und Videos vom Lavasee zu schließen.

Tag 5: Fahrt ins Dallol-Gebiet
Möglichst frühe – noch vor Tagesanbruch – treten wir den Rückweg zu unseren Jeeps an, um vor der Tageshitze anzukommen. Nach einer kurzen Rast fahren wir zu den Salzpfannen, wo die Salzarbeiter der Afar seit Jahrhunderten mit reiner Handarbeit Salz gewinnen und mit Kamelkarawanen ins besiedelte Hochland transportieren. Je nachdem, ob es die letzten Tage geregnet hat oder nicht, können wir direkt nach Norden fahren, oder müssen – wenn die Piste wegen Schlammlöchern unpassierbar ist – den längeren Weg über die nächst höher gelegene Straße nehmen.
Im Laufe des Nachmittags (oder Nachmittags bei längerem Weg) treffen wir im Dorf Hamed Ela ein, wo wir auch unser Nachtlager beziehen und die nächsten drei Nächte verbringen. Das Dorf Hamed Ela verfügt quasi über keinerlei touristische Einrichtungen. Wir schlafen auf unseren mitgebrachten Matratzen auf klassischen Afar-Betten (Holzgestell und Sisalgeflecht) unter freiem Himmel und essen in einer schattenspendenden Hütte.
Falls es möglich war, die kurz Staub- und Salzpiste zu fahren, können wir vielleicht noch eine erste Erkundungsfahrt zu den Salzkarawanen des Lake Assale am späten Nachmittagslicht unternehmen. Mit blosen Händen und einfachen hölzernen Stemmwerkzeugen brechen die Männer ohne jeden Schutz vor Hitze und der Salzlauge die verkrusteten Salzplatten aus den gewaltigen Salzpfannen; andere schlagen diese in handliche und transportfähige Stücke, bevor sie auf den Kamelrücken zum Transport verzurrt werden.

Tag 6: Salz ist Leben
Ein weiterer Höhepunkt unserer abenteuerlichen Foto-Vulkan-Exkursion ist die „fotografische Begleitung“ der Salzkarawane am heutigen Tag. Wir tauchen ein in eine Jahrhunderte alte Tradition und in die ebenso traditionelle Mühsal der Salzgewinnung und des Salzhandels. Schwer beladen mit den Salzbarren machen sich die Kamele mit ihren Treibern auf den langen Weg ins Hochland. Wir „begleiten“ sie auf der ersten flacheren Etappe mit unseren Jeeps.

Tag 7: Fahrt in den Farbtopf der Hölle
Früh brechen wir wieder auf und fahren zum Dallol Salzdom, dem wohl spektakulärsten und abgelegensten Geothermalgebiet der Erde im nördlichen Teil des Lake Assale: Rund 120 Meter unter dem Meeresspiegel breitet sich die große Salzpfanne des Lake Assale in der Danakil-Depression aus. In dessen Zentrum erhebt sich der flache Salzkegel Dallol. Salz-, eisenoxid- und schwefelsäurehaltige Thermalwässer stoßen durch die bis zu 1000 Meter dicken Ablagerungen eines ausgetrockneten Meeres an die Oberfläche und kreieren eine Salzsinterlandschaft von grellen Weiß-, Gelb-, Orange- und Ockertönen, wie sonst nirgends auf der Welt.

Tag 8: Tradition der Afar
Heute verbringen wir einen Vormittag bei einer Afar-Familie, wo wir uns über deren Lebensweise und Traditionen aus erster Hand erkundigen können. Dabei genießen wir einen typischen Arabica-Mocca, so wie ihn die Afar traditionell rösten und kochen. Dazu gibt es einen typischen leicht süßlichen Maiskuchen.
Es steht jedem frei diese Gelegenheit so intensiv oder so geruhsam wie möglich zu erleben. Jedenfalls ist es eine seltene Gelegenheit kurz in das Leben der Afar-Nomaden einzutauchen. Wem nach den erlebnisreichen und anstrengenden Tage mehr nach Ruhe ist, kann den Tag auch zur Erholung nutzen.
Am späteren Nachmittag haben wir nochmals Zeit für weitere Fotos und Videoaufnahmen bei den Salzarbeitern und/oder im Dallol. Immerhin ist das Morgenlicht gegenüber dem gestrigen Nachmittags- und Abendlich ganz anders. So können wir den Tagesablauf ganz nach unseren Wünschen gestalten. Wir fahren zur offenen Wasserfläche des Lake Assale, wo Wasser und Salzpfanne „fließend“ ineinander übergehen und wir außergewöhnliche Landschaftsmotive finden können.

Tag 9: Zurück ins Hochland
Wir treten heute die Rückreise ins abessinische Hochland an. Wenn wir gut vorankommen, können wir noch die Felsenkirche von Abra Atzbaha anschauen. Eine sogenannte halbmonolithische Felsenkirche, deren Front an den Felsen angebaut ist.
In Mek´ele angekommen haben wir je nach Ankunftszeit und geplanter Abflugzeit nach Addis Abeba (Variante A; 19.50 Uhr und Hotelübernachtung in Addis Abeba) vielleicht noch die Möglichkeit uns auf dem Markt umzusehen. Variante B: Rückflug nach Addis Abeba am nächsten Morgen und Hotelübernachtung in Mek´ele.

Tag 10: Addis Abeba
Entweder (Variante A) wir können den heutigen Tag in Addis Abeba verbringen, oder (Variante B) wir haben unseren Rückflug nach Addis Abeba heute gegen 9 Uhr vormittags.  Das ist abhängig vom aktuellen Flugplan. Hotelübernachtung in Addis Abeba.

Tag 11: 
Plan A: Planmäßig wird gegen 10.15 Uhr die Linienmaschine nach Frankfurt abfliegen und gegen 15.35 Uhr landen.
Plan B: Bei Rückflug in der Nacht Abflug gegen 1:00 Uhr haben wir Tageszimmer in Addis Abeba und traditionelles Abendessen und Rückflug nach Deutschland. (F, A)
Eine besonders erlebnisreiche Pionier-Exkursion mit vielen einmaligen Erlebnissen und besonderen Einblicke in die Natur und das Leben einer einzigartigen Ethnie – den Afar – ist zu Ende.

Anreise:
Das ist keine Erholungsreise, sondern eine Foto-Exkursion mit Expeditionscharakter. In diesem Teil Afrikas herrschen auch im JanuarTemperaturen zwischen 30-40 Grad Celsius, Regen gibt es ganzjährig – mit extrem seltenen Ausnahmen – so gut wie keinen. Die Afar-Region liegt in weiten Teilen unter dem Meeresspiegel, so dass sich durch die Kessellage die Hitze leicht stauen kann.

Bedingt durch Flugverzögerungen, schlechtes Wetter, organisatorische Schwierigkeiten, ungünstige Verhältnisse etc. kann es zu Programmverschiebungen und/oder änderungen kommen. Wir bitten alle Mitreisenden, in solchen Situationen Verständnis zu zeigen sowie Geduld und Toleranz zu üben. Kameradschafts- und Gemeinschaftsgeist sind wichtige Voraussetzungen für das Gelingen dieser Pionier-Exkursion und werden von jedem Mitglied der Gruppe erwartet. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis.

Inklusivleistungen

•    Reiseleitung ab/bis Frankfurt (Chris Hug-Fleck, Geologe, Vulkanologe und Fotograf)
•    Internationale Linienflüge mit Ethiopian Airlines (Star Alliance Member) ab/bis Frankfurt
•    Inlandflüge von Addis Abeba nach Mek´ele und zurück
•    2 Übernachtung in Hotels und 8 mal im Camp oder allereinfachsten Hütten der Afar
•    alle Transfers und Landtransporte mit geländegängigen Jeeps (Toyota oder Nissan) mit engl. sprechenden sehr erfahrenen Fahrern, die die Region sehr gut kennen inkl. allen
Versicherungen
•    Vollpension inkl. Abendessen in Addis Abeba, außer extra nicht erwähnten Mahlzeiten
•    Englischsprechender lokaler Führer für die ganze Exkursion
•    Zusätzlicher lokaler Führer der Afar, der dessen Sprache spricht und uns bei den Verhandlungen für die jeweiligen Fotopermits bei den Afar übersetzt.
•    Spezialfotoerlaubnis für alle Teilnehmer auf der Exkursion uneingeschränkt fotografieren zu dürfen
(teils militärisch sensibles Gebiet)
•    Alle Eintrittsgelder und Campinggebühren
•    Transportkamele für den Materialtransport zum Kraterrand des Erta Ale Vulkans
•    Kochmannschaft für Mahlzeiten auf einfachem europäischen Niveau und anfallende Küchenarbeiten
•    Iglu-Zelte und alles notwendige Campingmaterial inkl. Stühle, Tische und Matratzen.
•    bewaffnete Sicherheitskräfte ohne die die Afar-Region nicht bereist werden kann und amtliche Erlaubnis die Afar-Region überhaupt bereisen zu können.
•    Täglich 6 Liter Trinkwasser
•    Abschiedsessen in Addis Abeba in einem traditionellen Restaurant mit Folklore-Tanz und Kaffee-Zeremonie

Wunschleistungen
•    Einzelzimmer- Einzelzeltzuschlag: € 190,-

Nicht enthaltene Leistungen
Nicht enthaltene Mahlzeiten, zusätzliche Getränke, Trinkgelder, evtl. seit Erstellung neu erhobene Zuschläge der Fluggesellschaften. Touristenvisum für Äthiopien.

TermineBuchungscodeReisepreis p.P.Buchungsstatus
12.01.-24.01.2018ÄTH120120184.180,- €buchbar
11.01.-23.01.2019ÄTH110120194.295,- €buchbar
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Dauer: 11 Tage
Teilnhemer: 6-8