Foto-Radwander-Reise: Provence

ReisebeschreibungDetailprogrammWeitere InfosLeistungen

Es gibt wohl keine schönere Art der Fortbewegung als im Spätsommer mit dem Rad durch die Provence zu fahren. Ihre Mischung aus mediterranen Landschaften, sensationeller Küche und verwundenen, nahezu autofreien Straßen ist einmalig in Europa. Jeweils im September führt der Reisefotograf André Schumacher eine Radtour für Genießer durch die Berge des Luberon, die Weinfelder der Vaucluse und die kulinarischen Freuden der Provence.

Die Etappen sind bewusst kurz gehalten, ambitionierte Radfahrer mögen gar schmunzeln. Doch das lässt Raum für die grandiosen Landschaften und uralte, verschachtelte Städtchen, für Michelin-Sterne und Gault-Millau-Hauben, für Fotostopps und Wanderungen, für den Besuch antiker Ockerbrüche und provenzalische Märkte. Unterschätzen sollte man die Tour trotzdem nicht: Es geht stets munter auf und ab, durch alte Korkeichenwälder und duftende Lavendelfelder – bis zum nächsten Gaumenschmaus.

Angelehnt an meine Wanderreisen durch die Kanarischen Inseln möchte ich Sie auf alles einladen: Sämtliche Leistungen und Aktivitäten, Übernachtungen, Mahlzeiten, Transfers, Rundfahrten und Führungen, Gagen, Genehmigungen, Eintrittsgelder und Nationalparkgebühren sind im Reisepreis enthalten, Formalitäten weitestgehend wegorganisiert. Lediglich jene alkoholischen Getränke, die nicht ohnehin mit den Mahlzeiten gereicht werden, möchten wir Sie bitten zu übernehmen. Die französischen Weine kennen bekanntlich nach oben keine Grenze – und wer weiß, welche und wie viele von ihnen Sie probieren möchten.

Highlights:
• durchweg gekrönte Küche: Gault-Millau-Hauben, Michelin-Sterne und Empfehlungen
• traumhafte Landhotels, edle Schlösser und urige Herbergen
• sechs leichte Radtouren bis 40 km Länge (Höhenunterschied max. 600 m)
• eine Etappe mit 1.000 m Steigung durch die grandiose Gorges de la Nesque
• fotografische Streifzüge durch einige der schönsten Dörfer Frankreichs
• zwei Ganztageswanderungen in der geschützten Bergwelt des Luberon
• Ihr Reiseleiter ist der Fotograf und Reisejournalist André Schumacher

1. Tag: Gigondas, ein Ort für Genießer
Individuelle Anreise nach Avignon (bis ca. 14:00 Uhr). Sie werden von Ihrem Reiseleiter am TGV-Bahnhof empfangen und fahren gemeinsam nach Gigondas, einem wunderschönen Felsdorf, das von nichts anderem lebt, als Trauben. Die Appellation von Gigondas, tief dunkelrote Weine, gehört zu den berühmtesten des Rhône-Gebietes! Unterbringung im stimmungsvollen Hotel Les Florets: seit drei Generationen im Familienbesitz, Kaminzimmer, Swimmingpool, im Rücken vertikale Kalksteinwände – und auf dem Teller grandiose Küche!
Unterkunft: Hôtel Les Florets
Verpflegung: Abendessen im Hôtel Les Florets (** Gault-Millau)

2. Tag: Entlang der Weinstraße nach Mazan
Gigondas > Mazan | Strecke: 30 km; + 150 m / – 300 m
Wer möchte, spannt aus, planscht im Pool oder besucht eine der vielen Probierstuben des Ortes. Sie können aber auch mit André wandern gehen: zu den bizarren, weißen Felsnadeln der Dentelles de Montmirail, die direkt hinter dem Hotel in den Himmel ragen. Am Nachmittag beginnt die eigentliche Reise: Sie queren Weinfelder und malerische Dörfer, umrunden den Mont Ventoux, das Wahrzeichen der Provence, gleichsam im Süden und erreichen am Abend die gemütliche Altstadt von Mazan. Hier finden sich schmucke Bürgerhäuser und ein stattliches Schloss aus dem 18. Jahrhundert, das einst der berühmten Familie de Sade gehörte – unser Quartier für die Nacht.
Unterkunft: Le Château de Mazan
Verpflegung: Frühstück, Weinverkostung, Abendessen im Le Château de Mazan (Empfehlung Michelin)

3. Tag: Durch die großartigste Schlucht des Vaucluseplateaus
Mazan > Monieux | Strecke: 33 km; + 1.030 m / – 420 m
Schon der Dichter Mistral rühmte die Gorges de la Nesque, diese wilde, abweisende Schlucht mit ihren bis zu 400 m hohen Felswänden. Auf einer spektakulären Panoramastraße mit unzähligen Aussichtspunkten und immer wieder faszinierenden Tiefblicken schrauben wir uns dem Himmel entgegen – und erreichen schließlich das kleine Dorf Monieux. Die Schlucht öffnet sich zu einem weiten, lieblichen Tal mit Wiesen und Feldern, Hecken und verstreuten Höfen. Übernachtung auf einem herrlich untouristischen Bauernhof mit 2000 Schafen. Die Küche: rustikal provenzalisch. Die Zutaten: sämtlichst aus dem heimischen Garten.
Unterkunft: Ferme Le Viguier
Verpflegung: Frühstück, Picknick, Abendessen im Ferme Le Viguier

4. Tag: Farbenpracht im Colorado Provençal
Monieux > Rustrel | Strecke: 39 km; + 510 m / – 820 m
Auf schmalen, verwundenen Straßen radeln Sie über die Hochebene der Vaucluse – und sausen am Ende fast tausend Höhenmeter hinab nach Rustrel. Mensch und Erosion haben hier eine bizarre Landschaft aus Felsnadeln, Säulen und Erdpyramiden geschaffen: die Ockerbrüche des Colorado Provençal. Je nach dem Grad der Oxidation reicht ihr Farbspektrum von grellem Safran, feurigem Karmesin und Zinnober bis hin zu sattem Weinrot und strahlendem Violett – ein Traum für jeden Fotografen! Am Abend besuchen wir Thomas Gallardo, der schon im Negresco in Nizza gekocht hat. Dann kehrte er zurück in die Heimat, baute das großväterliche Anwesen zu einem Restaurant um und begeistert seitdem mit jahreszeitlicher, regionaler und moderne Küche.
Unterkunft: Maison d’hôtes La Forge
Verpflegung: Frühstück, Picknick, Abendessen im La Table de Pablo (** Gault-Millau)

5. Tag: Durch Weinfelder und Ockerbrüche
Rustrel > Roussillon | Strecke: 25 km; + 310 m / – 360 m
Vor uns liegt die wellige Landschaft des Luberon: vereinzelte Dörfer, sonnige Weinfelder, und immer wieder ragen rotglühende Felsen aus dem satten Grün der Pinien. Diese rote Erde war es auch, die den Landstrich reich und berühmt machte: Schon die Römer bauten hier Pigmente ab, und gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Roussillon zur Welthauptstadt des Ockers. Mehrmals lassen wir heute die Räder stehen. Besuchen die gut versteckten Ockerklippen von Bruyères, später die gigantische Ockermine von Bruoux: 40 km Stollen, 15 m hohe Gänge. Gänsehaut! Am Abend schlendern wir durch die verwinkelten Gassen von Roussillon, eines der schönsten Dörfer Frankreichs! Hoch auf einem Ockerfelsen gelegen, widerspiegeln ihre Fassaden die gesamte Farbpalette der hiesigen Erden.
Unterkunft: La Commedia dell Arte
Verpflegung: Frühstück, Mittagessen, Abendessen im Le P’tit Gourmand (Zertifikat für Exzellenz)

6. Tag: Der Eremit und seine Märchenwelt
Heute dürfen Sie faulenzen, träumen und genießen – es ist der perfekte Ort dafür! Sie können aber auch auf Entdeckungsreise gehen. Unweit der Unterkunft lebt Jean-Michel in einem Ockerbruch aus Römerzeiten. Mit etwas Glück – kein Aussteiger plant so weit im Voraus – führt er uns durch seine Zauberwelt. Man kann hier meditieren, malen, fotografieren oder einfach staunen, mit welcher Wucht die Sonne diesen Fels zum Glühen bringt. Den Abend beschließen wir gebührend: mit einem Michelin-Stern in Lloyd Tropeano’s „Le Bistrot de Lagarde“.
Unterkunft: La Commedia dell Arte
Verpflegung: Frühstück, Picknick, Abendessen im Le Bistrot de Lagarde (* Michelin)

7. Tag: In die Einsamkeit des Luberon
Roussillon > Buoux | Strecke: 31 km; + 610 m / – 470 m
Sie verlassen Roussillon gen Süden. Pinienwälder bestimmen die Landschaft, dazwischen bieten verwaiste Ockerbrüche immer wieder herrliche Fotomotive. Am Nachmittag erreichen Sie den geschwungenen Bergzug des Luberon. Die UNESCO hat ihn zum Biosphärenreservat der Menschheit erklärt: tiefe Schluchten, alte Kirchen, stille Felsdörfer – nichts für eilige Touristen. Hier liegt – gewissermaßen am Ende der Welt und auf den letzten Metern nur über einen Feldweg zu erreichen – die Auberge de Seguins, unser Heim für die kommenden zwei Nächte. Quellwasser speist den großen, hauseigenen Pool. Die Küche ist gut und frisch und regional.
Unterkunft: Auberge de Seguins
Verpflegung: Frühstück, Mittagessen im l’Arôme (Empfehlung Michelin), Abendessen in der Auberge de Seguins

8. Tag: Die stille Bergwelt des Vallon de l’Aiguebrun (Tageswanderung)
In spektakulärer Abgeschiedenheit liegt die Herberge unter einer steilen Felswand. Ein Bad im Pool, ein üppiges Frühstück, dann erkunden wir die wildromantische Natur- und Kulturlandschaft des Luberon: Es geht entlang des Baches Aiguebrun, über den Weiler Sivergues und die Höhlenhäuser von Cantarelle zu der hoch auf einem Felsschiff gelegenen Festungsanlage des Fort de Buoux. Schon in keltoligurischer Zeit wusste man die Vorzüge des Platzes zu schätzen, und so schufen die Menschen des Mittelalters hoch über grandioser Landschaft eine kleine Stadt. Bastei und Kirche, Wälle und Schutzgräben, ein Dorf und sein Rathaus und schließlich die eigentliche Burg sind als Ruinen noch geblieben.
Unterkunft: Auberge de Seguins
Verpflegung: Frühstück, Picknick, Abendessen in der Auberge de Seguins

9. Tag: Genussvolle Höhenradelei mit weiten Blicken
Buoux > Oppède Le Vieux | Strecke: 26 km; + 420 m / – 600 m
Am Nordhang des Luberon, unsere Höhe weitgehend haltend, radeln wir gen Westen. Ein Bilderbuchstädtchen folgt dem anderen: Bonnieux, Ménerbes, Lacoste – einst Fluchtburg des großen Lüstlings Marquis de Sade. Am Abend erreichen wir Oppède Le Vieux, den größten Mythos von allen: Vor langer Zeit verlassen, richtete sich im Zweiten Weltkrieg die Frau des Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry hier ein, später kamen Pariser Kunststudenten und Intellektuelle. Schon die Lage gibt Rätsel auf: So dicht wie kein anderer Ort an der Bergkette gelegen, öffnet sich das Dorf zur anderen Seite hin, nach Norden, dem eisigen Mistral entgegen. Im Rücken nur noch Wildnis. Zwei Nächte wohnen wir in diesem sagenhaften Ensemble aus engen Gassen, bröckelnden Torbögen und überwucherten Mauern.
Unterkunft: Belle de Nuit
Verpflegung: Frühstück, Mittagessen im Le Café Véranda (Empfehlung Michelin), Abendessen im Belle de Nuit

10. Tag: Durch tiefen Schluchten auf den Kleinen Luberon (Tageswanderung)
Hinter der Kirche von Oppède Le Vieux geht es in das fast schon alpin anmutende Vallon de Combrès. Der Pfad verläuft anfangs in einem ausgetrockneten Bachlauf, links und rechts wachsen Wolfsmilchgewächse und Zedern. Über steile Stufen und schroffe Felsen erreichen wir den Kamm des Petite Luberon. Die Ausblicke während des ganzen Tages – auf die Hochebene der Vaucluse bis hin zum 1.912 m hohen Kalkgipfel des Mont Ventoux – sind atemberaubend!
Unterkunft: Belle de Nuit
Verpflegung: Frühstück, Picknick, Abendessen im Le Petit Café

11. Tag: Im Land des Lichtes
Oppède Le Vieux > Gordes | Strecke: 21 km; + 320 m / – 380 m
Wir verlassen Oppède gen Norden und nehmen – gleichsam den Kreis unserer Reise schließend – Kurs auf die Vaucluse-Berge. Über Wiesen und Felder, von Oliven- und Mandelbäumen gesäumt, windet sich die Straße nach Gordes, dem wohl schönsten Dörfchen Frankreichs! Hoch auf einem Felsen thront dieses Steingewirr aus Terrassen, Burgen und Kirchen. Wir wandeln, wir gucken, wir verlieren uns in einem Labyrinth aus Gassen und Treppen. Dann verlassen wir Gordes: In ausreichender Entfernung zu Touristenbussen und Nobelunterkünften liegt die herrliche Auberge de Carcarille – ein kleiner, restaurierter Mas mit elf Zimmern, großem Pool und überirdischer Küche.
Unterkunft: Auberge de Carcarille
Verpflegung: Frühstück, Picknick, Abendessen in der Auberge de Carcarille (Empfehlung Michelin)

12. Tag: Heimreise
Heute heißt es Abschied nehmen. Transfer zum TGV-Bahnhof von Avignon, wo Ihre individuelle Rückfahrt (ab ca. 12:00 Uhr) startet.
Verpflegung: Frühstück

Charakter der Tour und Anforderungen
Für diese Foto-Radwander-Reise brauchen Sie körperliche Fitness für leichte bis mittelschwere Radtouren mit bis zu 40 Kilometer und Höhenunterschiede bis 600 Meter und einmal 1000 Meter.

An- und Abreise
Private Anreise nach Ihren Wünschen (nicht im Preis inbegriffen).

Unterbringung und Verpflegung
durchweg gekrönte Küche: Gault-Millau-Hauben, Michelin-Sterne und Empfehlungen und  traumhafte Landhotels, edle Schlösser und urige Herbergen

Klima
Spätsommer in der Provence bedeutet noch sommerliche Temperaturen mit durchschnittlich 24 Grad und in der Spitze bis über 30 Grad. Die Nachttemperaturen liegen bei rund 13 Grad und durchschnittlich 8 Stunden Sonnenschein pro Tag. Der September hat durchschnittlich 8 Regentage.

Kleidung
Sportliche Radkleidung und normale Freizeitkleidung für die Abende.

Wichtige Hinweise
Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt oder aus sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Reiseausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.

Leistungen
• Reiseleitung und fotografische  Begleitung durch André Schumacher
• 11 Übernachtungen
• Mietfahrrad (200,- € Preisnachlass bei eigenen Fahrrad)
• Vollverpflegung laut Tagesprogramm

Zusatzleistungen:
• Einzelzimmer auf Anfrage und nach Buchungsstand

TermineBuchungscodeReisepreis p.P.Buchungsstatus
04.09.-15.09.2018 PRO040920183.140,- €3 Plätze
03.09.-14.09.2019PRO030920193.290,- €buchbar